Allgemein herrscht im Web ein sehr großer Wettbewerb. Dies trifft allerdings nicht nur auf die Unternehmen zu, die im Web versuchen mit unterschiedlichen Strategien zu werben, sondern auch auf die Internetfirmen selbst. Wer dabei den Crash am Neuen Markt im Jahr 2000 überlebt hatte, der muss aber auch mehr als ein Jahrzehnt danach noch immer um seine Existenz bangen. Denn schon am nächsten Tag kann es praktisch vorbei sein mit der derzeitigen Marktposition. Denn das Internet ist ein Bereich, der “nicht schläft”. Das heißt die Unternehmen, die auf den Internetmarkt für die Unternehmen, die eine Webseite haben möchten, die entsprechenden Dienstleistungen zur Verfügung stellen, müssen eigentlich immer hellwach sein, denn die Entwicklungen kommen rech schubweise. Darauf sehr großen Einfluss haben nämlich die Verbraucher. Doch die Luft vor allem für neu gegründete Internetunternehmen wird immer dünner. Denn es haben sich inzwischen sehr viele Unternehmen aus der Branche an die Spitze gesetzt, die die kleineren Unternehmen natürlich vom Preis her unterbieten können. Man kann sagen, zwar dieses Mal ohne Börse, ist die Situation unter den Internetfirmen ähnlich, wie auch im Jahr 2000, als der Neue Markt einen Crash erlitt.

Die Blase ist schon da

Noch 1999 machten einige Firmen am Markt sehr große Gewinne. Kein Wunder, damals wollte auch jeder ins Netz und eine eigene Webseite haben. Der Crash 2000 sondierte dann den Markt, übrig blieben nur noch die Unternehmen, die ihre Aktivitäten nicht bzw. noch nicht ausschließlich in den Internetmarkt gesteckt hatten. Andere waren binnen von wenigen Monaten pleite. Noch im März 2000 waren die Unternehmen am Neuen Markt zusammen insgesamt 234 Milliarden Euro wert. Wenig später waren nur noch wenige übrig. Doch auch diese stürzten so tief ab, dass Investoren über mehrere Jahre hinweg die ganze Branche nur mit Seidenhandschuhen anfasste bzw. völlig ignorierte.

Der Anmarsch der Technologie

Doch auch wenn die Internetfirmen nun wieder oben auf schwimmen, eine neue “Blase” ist schon erkennbar im Anmarsch, denn der Markt ist erst einmal gesättigt und neue Technologien werden noch auf sich warten lassen bis sie in die Serienreife bzw. in Betrieb gehen, wie zum Beispiel der Nachfolgestandard von UMTS, LTE. Dieser soll 2013 begonnen werden flächendeckend auszubauen, wobei man bis 2015 schon weiter sein möchte als im Verhältnis damals mit UMTS Anfang dieses Jahrtausends.

Experten sind skeptisch

Doch inzwischen haben sich vor allem wegen der allgemeinen Sättigung, die eingetreten ist weltweit, einige Experten zu der künftigen Entwicklung der Branche kritisch geäußert. Doch sind auch in vielen Bereichen, wie den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter “Überhitzungen” festzustellen. Doch der Hype um diese Firmen wird auch irgendwann nachlassen, wenn die Nachfrage gesättigt bzw. die Neugier der Verbraucher gestillt ist weitgehend. Viele Experten sehen darin eine gefährliche Spirale. Denn schon jetzt sind vor allem in den USA Preissteigerungen für Start-Ups zu beobachten, und zwar auch in der frühen, der noch spekulativen Phase. Doch von einer echten “Blase” zu sprechen, das halten die meisten Experten dennoch für verfrüht. Denn heute wird von den Internetfirmen deutlich professioneller und überdachter investiert, als noch im Jahr 2000. Doch viele Firmen machen den gleichen Fehler wie damals wieder: ein Geschäftsfeld, eine Kundengruppe. Und wenn diese abspringt oder etwas Neues auf den Markt kommt, dann verliert man leicht den Anschluss.

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